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Nicht nur in Europa gab es einen siebenjährigen Krieg, sondern auch in Nordamerika: Im Jahre 1759, im ersten globalen Konflikt überhaupt, kämpfte Großbritannien um die französischen Nordamerika-Kolonien. Im Juni fuhren Truppen unter dem Befehl des 32 Jahre alten James Wolfe den Sankt- Lorenz-Strom hinauf, um Neufrankreichs Hauptstadt Québec einzunehmen. Wolfe errichtete einen Stützpunkt gegenüber der Stadt, doch die Franzosen unter General de Montcalm verhinderten die Überquerung des Flusses. Eine Landung östlich der Stadt im Juli scheiterte ebenfalls. Im September sah nun der chronisch kranke Wolfe ein, dass er seine Flotte bald vor dem Wintereis bergen musste. Er setzte daher alles auf eine Landung westlich von Québec im Schutz einer Felswand.


In der Nacht auf den 12. September erklommen mehr als 4000 britische Soldaten die 54 Meter hohe Wand und bezogen auf dem darüber liegenden Plateau Stellung. Montcalm marschierte ihnen von Québec aus entgegen. Die Briten hatten sich zunächst im Schutz vor französischen Artilleriebeschuss auf den Boden geworfen und traten dann Montcalms Infanterie mit einer disziplinierten Salve aus doppelt geladenen Musketen entgegen. Der Großteil der Franzosen floh vom Schlachtfeld, während deren Tirailleure (= leichte Infanterie aus den afrikanischen Kolonien) den verfolgenden Briten aus der Flankendeckung schwer zusetzte. Wolfe wurde getötet und Montcalm tödlich verletzt. General James Wolfe wurde durch seinen Sieg und Tod bei Québec zum britischen Nationalhelden. Der für sein Vaterland gestorbene Wolfe erlag tödlichen Schüssen in Brust und Bauch.

Die Schlacht war ein wichtiger Schritt zur britischen Kontrolle Kanadas, denn Québec ergab sich am 18. September 1759.


P. B.
Beirat für WPol im LV
März 2026


Bild: Unbek. Künstler, gemeinfrei auf Wikipedia

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