Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

Seit bereits längerer Zeit ist erkennbar, dass Deutschland und Frankreich darum rittern, wer von den beiden Staaten als DIE militärische Führungsmacht in Europa gelten kann. Dazu gehört aber auch die Satellitenproduktion und Deutschland ist bestrebt die Franzosen abzuhängen. Abgesehen davon versucht Deutschland die Abhängigkeit von den USA und Elon Musks Starlink zu beenden und ein eigenes Starlink-System zu implementieren.

Wie der Beauftragte der deutschen Streitkräfte für neue Weltraumprojekte erklärte, soll schon in Kürze mit der Herstellung einer Konstellation aus bis zu 200 Kommunikations-satelliten begonnen werden. Diese sollen in relativ geringer Höhe um die Erde kreisen und in einem ersten Schritt die Truppen an der NATO-Ostflanke vernetzen, darunter auch die in Litauen stationierte Panzerbrigade 45. Das bis zu 10 Milliarden Euro teure Satellitennetzwerk soll bis 2029 fertig sein und die Bundeswehr befähigen, völlig unabhängig von US-Satelliten zu operieren. Es gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur militärischen Unabhängigkeit Deutschlands und der EU. Ob Österreich mit seiner „immerwährenden Neutralität“ im Fall des Falles auch Informationen über heranfliegende Drohnen oder Raketen erhalten kann, ist mehr als fraglich.

Als Favoriten für die Auftragsvergabe können die deutschen Konzerne Rheinmetall und OHB gelten. AirbusDefenceundSpace betreibt zwar aktuell die Kommunikationssatelliten der Bundeswehr, produziert jedoch Satelliten überwiegend in Frankreich. Zudem hat der Konzern ein Satelliten-Joint Venture mit Thales (Frankreich) sowie Leonardo (Italien) gegründet. Berlin hingegen strebt eine rein deutsche Führungsrolle an. (Quelle: reuters)

P. B.

Beirat für WPol im LV

Oktober 2026
Das deutsche Starlink-Programm

Kommentar hinzufügen