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Im Jahre 1805 traten Österreich und Russland Großbritannien in der Dritten Koalition gegen Frankreich bei. Österreich erklärte im August den Krieg, als Napoleon bei Boulogne die Eroberung Großbritanniens plante. Er marschierte daraufhin nach Süddeutschland, zwang die österreichische Armee bei Ulm in einen Blitzangriff zur Kapitulation und besetzte anschließend Wien. Russland jedoch eilte Österreich zu Hilfe und so sammelte sich ein 90.000 Mann starkes Heer im Nordosten Wiens. Bei Wintereinbruch hatte Napoleon schwere Nachschubprobleme. Unwillig, sich nach Frankreich zurückzuziehen, lockte er den Gegner in den Kampf, indem er mit 70.000 Soldaten bis nach Austerlitz (ostwärts von Brünn) vorrückte und dort eine scheinbar schwache Stellung einnahm. Sein rechter Flügel war relativ ungeschützt, ebenso der unbemannte Pratzenberg im Zentrum.

Der unerfahrene russische Zar Alexander I. folgte der Finte, griff am 2. Dezember wie erwartet den rechten Flügel an und drang anschließend auf den Berg vor, wobei dieser aber die alliierte Armee spaltete. Doch der rechte Flügel hielt stand, da ein Entsatzheer unter Marschall Davout nach einem zweitägigen Eilmarsch von Wien aus rechtzeitig eintraf. Im Zentrum führte Marschall Soult ein weiteres Corps aus dichtem Nebel auf den sonnigen Berg und überraschte dort die österreichischen Truppen. Es entbrannte ein unerbitterlicher Kampf, bis die Franzosen den Sieg davontrugen. Als auch die linke Flanke der Angreifer zurückgeschlagen wurde, räumte die Koalition das Feld. Österreich machte Napoleon ein Friedensangebot, und die Russen zogen sich in ihre Heimat zurück.

Fast ein Drittel der Österreicher und Russen wurde in dieser Schlacht getötet, verwundet oder gefangen genommen. Durch die Teilnahme Napoleons, Zar Alexanders I. und Franz II. von Österreich ist Austerlitz auch als die Dreikaiserschlacht bekannt.

P. B.
Beirat für WPol im LV
Oktober 2026

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