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Drohnen spielen heute eine erhebliche Rolle. An der ukrainischen Front gibt es heute regelrechte No-Go-Areas, in denen Bewegungen oder Fahrzeugverlegungen kaum noch möglich sind, da jederzeit mit Drohnen gerechnet werden muss. Unersetzbar sind sie derzeit bei der Aufklärung des Gefechtsfeldes, denn wenn permanent Kameras in der Luft sind, weiß man gar nicht, ob oder wann der Gegner einen bereits gesehen hat und wie er darauf  reagiert, oder ob der Tod nur noch eine einzige Sekunde vor dir ist.

Das Schlachtfeld wird dadurch völlig transparent aber auch total unberechenbar. Zu den klassischen Gefahren wie Artillerie kommt heute die ständige Unsicherheit durch Drohnen dazu. Man achtet nicht nur auf das Pfeifen der Granaten, sondern ununterbrochen auch auf das Summen einer Drohne.

Aber klar ist auch, dass Infanterie und Panzer nicht völlig durch Drohnen ersetzt werden können. Eine Drohne braucht weiterhin einen Operator, und auch automatisierte Systeme müssen kontrolliert werden. Vor allem können Drohnen kein Gelände dauerhaft besetzen und kontrollieren. Es braucht immer noch Soldaten, die einen Ort oder ein Gelände beherrschen können – wenn auch nicht völlig an der Oberfläche, sondern in vertieften Stellungen.

Ähnlich ist es auch bei den Kampfpanzern. Sie werden sich an die neuen Bedrohungen durch Drohnen anpassen müssen, etwa durch elektronische Schutzsysteme, Störsender oder andere Maßnahmen, grundsätzlich werden sie aber weiterhin wichtig sein.

Technologische Umbrüche hat es seit mehren Jahrhunderten immer gegeben, denn mit der Einführung neuer Waffen wurden ältere Systeme nicht von heute auf morgen überflüssig. Drohnen verändern das Schlachtfeld massiv, sie ersetzen aber nicht sämtliche klassischen Waffengattungen.

P. B.

Beirat für WPol im LV

Oktober 2026

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