Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Abzug von etwa 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Man gehe davon aus, dass der Abzug innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagon der Deutschen Presse-Agentur mit. Diese Entscheidung folge einer gründlichen Überprüfung der US- Truppenpräsenz in Europa. Sie trage den Anforderungen der Einsatzgebiete, sowie den Bedingungen vor Ort Rechnung, hieß es.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius bemühte sich nach dieser Ankündigung aus den USA um Deeskalation: „Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA“, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich machte er deutlich, dass diese Entscheidung nicht unerwartet komme.

Klar sei, dass die NATO europäischer werden müsse, um transatlantisch zu bleiben zu können. „Wir Europäer müssen mehr Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen“, so Pistorius. Deutschland sei dabei auf gutem Weg.

In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikaner – wie etwa im Nahen Osten – sind sie von enormer Bedeutung. Hier sind Truppen, Waffen, Schiffe und Flugzeuge stationiert, hier werden Drohnen gesteuert und auch Verletzte versorgt. In Deutschland gehören dazu das US-Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und das Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz in Ramstein in Rhreinland-Pfalz. Weitere wichtige Stützpunkte unterhalten die USA in Italien und in Großbritannien. (Quelle: DPA)

Aktuell sind nach Angaben des US-Miltärs von Mitte April 2026 rund 86.000 Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland. Diese Zahl verändert sich regelmäßig, auch wegen Rotationen und Übungen.

P. B.
Beirat für WPol im LV
Mai 2026

Kommentar hinzufügen