Nach Angaben des griechischen Migrationsministers Thanos Plevris warten derzeit etwa 550.000 Afrikaner in Libyen auf eine Gelegenheit, um in den nächsten Monaten mit Booten über das Mittelmeer in EU-Staaten zu kommen und um Asyl anzusuchen. Athen arbeitet deshalb eng mit der EU-Grenzschutzagentur Frontex, sowie mit den libyschen Behörden zusammen, um Schleuserbanden zu bekämpfen, Boote frühzeitig zu erkennen und Abfahrten von der nordafrikanischen Küste zu verhindern.
Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund neuer Ankünfte südlich von Kreta. Die griechische Küstenwache brachte kürzlich 125 Migranten in Sicherheit, die in zwei Booten südlich der Mittelmeerinsel unterwegs waren. Zwischen Libyen und Kreta herrscht derzeit ruhiges Wetter mit nur leichten Winden, berichtete das griechische Wetteramt. Offiziere der Küstenwache gehen davon aus, dass weitere Boote von Libyen aus in See gestochen sind.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR erreichten im vergangenen Jahr rund 42.000 Migranten über den Seeweg griechische Inseln und damit die Europäische Union. Im östlichen Mittelmeer registrierte das Hilfswerk im selben Zeitraum 107 Todesopfer.
Petra Stöger freiheitliche EU-Abgeordnete: „Wenn tatsächlich hunderttausende Menschen entlang der nordafrikanische Route auf die Weiterreise nach Europa vorbereitet werden, ist dies ein weiterer dramatischer Beleg dafür, dass Europa trotz aller Ankündigungen die Kontrolle über seine Außengrenzen weiterhin nicht zurückgewonnen hat. Statt endlich konsequent auf Grenzschutz, Rückführungen und Schutz der europäische Außengrenzen zu setzen, baut Brüssel mit einem neuen Migrationspaket sogar zusätzliche Aufnahme-, Verteilungs- und Integrationsstrukturen auf. Die EU organisiert damit immer stärker die Verwaltung der Migration, anstatt sie wirksam zu begrenzen“.
Steger warnt, dass Europa mittlerweile von instabilen Drittstaaten abhängig geworden sei und der Migrationsdruck steigen werde. Die Belastung für Wohnraum, Bildungssysteme, Sozialstaat und innere Sicherheit wird weiter massiv ansteigen.
Viele Menschen fragen sich schon lange, warum Brüssel und damit ganz Europa sehenden Auges in die Katastrophe zusteuert. Dem eher linken Parteispektrum sollte man zurufen: Augen auf Genossen!! Und die sogenannte Mitte verharrt diesbezüglich weiterhin in ihrem dümmlichen Dauerschlaf.
P. B.
Beirat für WPol im LV
Mai 2026
