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In einem meiner früheren Artikel hatte ich es angedeutet: Die Trump-Administration arbeitet an Plänen, die über reine Luftangriffe hinausgehen und auf die Isolation und Kontrolle iranischer Küstengebiete abzielen.

Laut Fox News und anderer unabhängiger Quellen und Medien arbeitet die US-Seite an Plänen, die iranische Küste gezielt zu schwächen, um sichere Korridore für weitere Operationen zu schaffen. Dazu gehören Angriffe auf Brücken und Verkehrslinien in der Region Bandar Abbas und Versuche iranische Drohnen- und Raketenbasen zu dezimieren. Das strategische Ziel ist es, die Straße von Hormus von iranischer Willkür zu befreien und sie wieder für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen.

Die Besetzung strategischer Inseln und Küstenabschnitte im Persischen Golf würden jedoch Tausende Soldaten erfordern (Wall Street Journal) und US-Truppen massiven Drohnen- und Raketenangriffen aussetzen – ein Szenario, das selbst von ehemaligen US-Militärs als extrem risikoreich eingestuft wird.

Der Iran hat in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass er auf jegliche Art von Angriffen vorbereitet ist. Die Revolutionsgarden mit etwa 190.000 Mann sowie vorbereitete Stellungen entlang der Küste stellen eine erhebliche Hürde dar. Die iranische Führung scheint fest davon überzeugt, dass ein größerer Bodenfeldzug für die USA und ihre Verbündeten zu einem hohen Preis führen würde – sowohl militärisch als auch wirtschaftlich.

Interessant ist Trumps wiederholte Andeutung, dass amerikanische Truppen nicht selbst den Bodenkampf führen müssten. Er sprach davon, dass „andere Leute“ einen solchen Einsatz für die USA übernehmen könnten. Damit dürfte er auf Golfstaaten oder andere regionale Akteure anspielen. Ob diese jedoch bereit sind, eigene Soldaten in einen potenziell verlustreichen Konflikt zu schicken, bleibt höchst fraglich.

Die aktuellen Spekulationen zeigen einmal mehr, wie schwierig es ist, den Iran militärisch in die Knie zu zwingen. Ein begrenzter Bodeneinsatz zur Kontrolle der Küstenzone mag auf dem Papier machbar erscheinen, würde jedoch erhebliche Verluste und langfristige Bindung von Kräften bedeuten. Die iranische Führung hat zudem klar signalisiert, dass sie nicht vor Vergeltung zurückschrecken wird – auch nicht gegen US-Verbündete in der Region.

Ob Trump letztlich diesen Schritt wagen wird, bleibt weiterhin äußerst fraglich.


P. B.
Beirat für WPol im LV
Juli 2026

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