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Die Ukraine greift die von Russland besetzte Krim mit einer neuen Taktik an. Mehr als 300 russische Flugabwehrsysteme, Radaranlagen und Mittel der elektronischen Kriegsführung sind in den vergangenen Monaten ausgeschaltet worden. Dies erklärte der ukrainische Drohnen-Kommandeur Major Robert „Magyar“ Browdi in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Die ukrainische Armee will die Halbinsel militärisch isolieren und Moskaus wichtigste Nachschubdrehscheibe im Schwarzen Meer schwächen, so Browdi.

Die Angriffe laufen nach einem festen Plan und zwar wird die Infrastruktur gezielt ins Visier genommen, die die russischen Truppen versorgt und schützt. Dazu zählen laut Browdi:

  • Eisenbahnbrücken
  • Versorgungsstraßen
  • Treibstofflager
  • Radaranlagen
  • Flugabwehrsysteme

Das Ziel: Die Krim soll für russische Truppen als sicherer Stationierungsort unbrauchbar gemacht werden. Die Halbinsel gehöre zu den „zentralen Pfeilern auf dem Weg zum Ende des Krieges“, sagte Browdi laut AP.

Trotz der ukrainischen Angriffe bleibe die Gefahr für das ganze Land groß. Russland könne laut der französischen Zeitung „L´Independant“ derzeit rund 77 ballistische Raketen und Marschflugkörper gleichzeitig starten. Zudem soll Moskau planen, seine Fähigkeit zu Raketenangriffen massiv auszubauen. Dann könnten bis zu 200 Raketen gleichzeitig starten. Für die ukrainische Luftverteidigung wäre das eine enorme Belastung, zumal sie keine Waffen haben, um derartige Angriffe abzuwehren. Die amerikanischen Patriot- Luftabwehrraketen könnten es sehr wohl – aber die USA zögern diese aus der Hand zu geben.
(Quellen: lindependent.fr, apnews.com, focus.de)

P. B.
Beirat für WPol im LV
August 2026

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