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Seit Jahrzehnten haben die Vereinigten Staaten und Südkorea regelmäßig Militärübungen abgehalten, damit ihre Soldaten im Falle eines Konflikts oder einer Krise mit Nordkorea reibungslos zusammenarbeiten können. Präsident Trump hatte nun kürzlich das Pentago angewiesen, diese alljährlich gemeinsam stattfindende Militärübung mit Südkorea „substantiell zu reduzieren“. In einem Social-Media-Post verkündete der Präsident, dass diese Übungen nicht nur teuer sind, sondern „ein Signal darstellen, das gegenüber Nordkorea völlig unangemessen und feindschaftlich erscheint“. Er fügte hinzu, dass Nordkorea in der Zeit während seiner Präsidentschaft „unbedrohlich und respektvoll“ gewesen wäre. „Daher habe ich, und aufgrund der Tatsache, dass es zu spät ist abzusagen, den Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen erheblich zu reduzieren“ schrieb Trump. Der Präsident fügte hinzu, dass er kürzlich Südkoreas Präsidenten fragte, ob sie sich den USA bei der „Denuklearisierung des Iran“ anschließen würden und sie sagten: „Nein danke“.


Diese Reaktion des amerikanischen Präsidenten ist leider wiederum ein Beispiel dafür, wie sich die USA gegen einen Verbündeten wenden, wenn dieser nicht dieselben Intentionen hat wie er selbst. Wobei Südkorea aber sehr wohl die Hoffnung auf entsprechende Diplomatie zwischen den USA und Nordkorea geäußert hatte, um die andauernden Feindseligkeiten zwischen Nord und Süd zu minimieren.

Experten sind der Ansicht, dass der nordkoreanische Führer Kim Jong Un vor allem durch Russland ermutigt wird, nicht zu allfälligen Verhandlungen mit den USA zurückzukehren, zumal Trump zu substanziellen Zugeständnissen nicht bereit sein wird.


Das Vertrauen, das viele Südkoreaner in die USA haben, ist durch Trumps Aussagen ziemlich ramponiert und das Büro des südkoreanischen Präsidenten sagte vor wenigen Tagen, dass die Regierung aber hoffe, dass die Beziehungen zwischen Trump und Kim Jong Un einen sinnvollen Dialog bringen möge, um Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu erreichen.


P. B.
Beirat für WPol im LV
August 2026

Foto: Flickr.com

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