Die Freundschaft zwischen diesen beiden Ländern existiert schon lange und wird derzeit weiter ausgebaut. Dies im wahrsten Sinn des Wortes, denn eine neue Brücke über den Tumen- Fluss steht bald vor ihrer Fertigstellung. Bei diesem Großprojekt handelt es sich um die erste Straßenverbindung zwischen den beiden Ländern überhaupt. Vermutlich wegen des Ukraine- Krieges ist Russland bei den Baumaßnahmen im Verzug, langsam weitergebaut wird aber trotzdem.
Bislang findet der Handel zwischen Russland und Nordkorea über den Transport auf der Schiene statt. Das soll sich nun ändern. Einen Kilometer lang erstreckt sich die bald fertig gestellte Brücke über den Grenzfluss Tumen, die den Austausch zwischen den beiden Ländern nun ausbauen soll. Aus ukrainischer Sicht ist aber entscheidend, dass durch die Verlagerung des Handels von der Bahn auf die Straße mögliche militärische Bewegungen nur mehr sehr viel schwerer auszumachen und zu überwachen sind. So würden sich z.B. aus Satellitenbildern von LKW-Transporten bald wesentlich schwieriger Rückschlüsse ziehen lassen, ob diese militärischer Natur sind oder nicht, so Nazar Myhun, Leiter von „Truth Hounds“, zum britischen „Guardian“.
Die neue Brücke entsteht neben der 1959 eröffneten „Freundschaftsbrücke“, einer Eisenbahn- brücke zwischen den beiden Ländern, die aufgrund unterschiedlicher Spurweiten an der Grenze zu erheblichen Verzögerungen führt. Der Bau der neuen Brücke wurde 2024 besiegelt und begann, nachdem die beiden Nachbarländer ihre Beziehungen anlässlich des 80. Jahrestages des Sieges über Japan noch einmal vertieften.
Die Organisation „Truth Hounds“ komm zu dem Schluss, dass die Brücke als neuer strategischer Knotenpunkt im Ukraine-Krieg dienen könnte, zumal durch die neue Straßenverbindung nordkoreanische Truppen und russische Güter zwischen den beiden Ländern bewegt werden können.
Bisher kämpften rund 14.000 Soldaten aus Nordkorea auf Seiten Russlands im Ukraine- Krieg. Jüngst warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj davor, dass bereits weitere 30.000 Nordkoreaner nachziehen könnten. Insgesamt kamen bisher mehr als 2.000 von ihnen bei Gefechten ums Leben. (Quelle: theguardian.com)
P. B.
Beirat für WPol im LV
August 2026
Foto: Pixaby
