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Nach dem Sturz der französischen Monarchie im Jahre 1789 etablierten die Revolutionäre bis 1794 immer radikaler werdende Regierungen. Ab 1792 befanden sie sich im Krieg mit einer stetig wachsenden Koalition europäischer Mächte. Hauptschauplatz des Kampfgeschehens waren die Österreichischen Niederlande (das heutige Belgien). Im Juni 1794 belagerte eine französische Streitmacht unter Jean-Baptiste Jourdan die österreichische Festung Charleroi. Eine Koalition aus österreichischen, niederländischen und britischen Truppen unter dem Herzog von Sachsen-Coburg versuchte Entsatz zu bringen. Die Garnison hatte sich jedoch bereits vor deren Ankunft ergeben und Jourdan konnte 76 000 Soldaten aufmarschieren lassen, um den 52 000 Mann starken Heer Coburgs entgegenzutreten. Dieser griff jedoch in fünf Kolonnen bei der Ortschaft Fleurus an. Die französische Front konnte der erbitterten Attacke kaum standhalten, und beinahe gelang es Wilhelm von Oranien ihren linken Flügel zu durchbrechen.

In dieser Schlacht wurde erstmals ein mit Wasserstoff gefüllter Luftaufklärungsballon eingesetzt. Diese neue Technologie war in Frankreich bereits ab 1783 erprobt worden. Beobachter in diesem hinter den französischen Linien verankerten Ballon konnten das komplizierte Schlacht geschehen aus der Höhe genau analysieren und an General Jourdan über ein Kabel sämtliche Positionen seiner eingesetzten Truppenteile, als auch die des Gegners, zukommen lassen.

Jourdan konnte somit rasch Verstärkung direkt an die Gefahrenstellen entsenden. Auf dem Höhepunkt der Schlacht durchbrach die französische Kavallerie die gegnerische Mitte. Coburg blies zum Rückzug, obwohl die Verluste der Koalition geringer waren als die der Franzosen. In der Folge gewann Frankreich die Kontrolle über die Niederlande und sicherte das Prestige seiner Revolutionsarmee sowohl im eigenen Land als auch international.

P. B.
Beirat für WPol im LV
Juni 2026

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