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In der Sicherheitsstrategie ist Asien – nach den amerikanischen Kontinenten – die für Trump wichtigste Region der Welt und das wichtigste Land ist natürlich China, das die USA als ihren wichtigsten Kontrahenten ansieht.

Allerdings will Trump sicher keinen Krieg mit China, wie ihn viele Falken in Washington erträumen, denn die Indo-Pazifik-Region wird eines der „geopolitischen Schlachtfelder“, denn sie trägt bereits fast die Hälfte zum globalen BIP bei und dieser Anteil wird im Laufe des Jahrhunderts zweifellos weiter steigen. Man habe China zu stark werden lassen und müsse seine Politik ändern, denn China stelle eine wirtschaftliche Herausforderung dar, aber ein Krieg muss verhindert werden. Mit anderen Worten: China wirtschaftlich zu besiegen ist eine von Trumps wichtigsten Prioritäten der Außenpolitik.

Jetzt kann man auch verstehen, was Trump mit dem Krieg gegen den Iran bezweckt: Er muss die Dominanz über die LNG- (Flüssigerdgas) und Ölmärkte gewinnen um China mit den Folgen des Kriegs zu schwächen.

Vor dem Iran-Krieg waren die Top-5 der LNG-Produzenten: USA mit 102 Mio Tonnen/Jahr, Australien 82 Mio, Katar 77 Mio, Russland 37 Mio und Malaysia mit 32 Mio Tonnen/Jahr. Wenn nun Katar komplett ausfällt, dann fallen etwa 18 Prozent des weltweiten LNG weg. USA und sein Vasall Australien würden dann die Hälfte des weltweiten LNG liefern, was wohl eine noch nie dagewesene Marktmacht darstellen würde. Ab nun werden die Chinesen ihr Erdgas zu überhöhten Preisen aus Russland kaufen müssen.

Indem Trump mit seinem Krieg das LNG verknappt hat – die LNG-Anlagen in Katar sind von iranischen Raketen schwerst getroffen) hat er ein Ziel seiner Sicherheitsstrategie schon umgesetzt, nämlich Chinas Wirtschaft anzugreifen und zu schwächen.

    Und das ist ein Erfolg für Trump.


    P.B.
    Beirat für WPol im LV
    März 2026

    Foto: Flickr.com / Peter

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