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Ein Wissenschaftsteam um Todd E. Katzner hat festgestellt, dass Windkraftanlagen für den Tod von Millionen von Vögel, Fledermäusen und Insekten verantwortlich sind. Die Studie wurde in Nature veröffentlicht. Es wird berichtet, dass die größte Unbekannte bei der Vorhersage zünftiger Auswirkungen auf die Biodiversität in der potentiellen Ausweitung dieser Technologie liegt und weiters dessen Ausweitung auf Arten und Ökosysteme haben wird. Ein US-Bericht aus dem Jahr 2021 über mögliche Wege zur Netto-Null- Emissionsbilanz schlägt vor, bis zu 13% der Landfläche für Windparks zu nutzen. Die Trump-Regierung hat diesem Unsinn ein Ende gemacht, zumal Wissenschaftler der Ansicht sind, dass dies
dramatische Folgen für die Artenvielfalt hätte.

Der ehemalige Unfall der BP Deepwater Horizon gilt allgemein als die schlimmste Offshore- Ölpest in den USA. Die Schätzungen variieren, doch man geht davon aus, dass er zum Tod von 600.000 Seevögel geführt hat. Etwas weniger Beachtung finden die 500.000 Fledermäuse, die jedes Jahr an Land in den USA durch Windkraftanlagen getötet werden. In Großbritannien liegt die geschätzte jährliche Zahl der Todesopfer bei 30.000, in Kanada bei 50.000 und in Deutschland bei 200.000.

Auch viele Vogelarten sind gefährdet, wobei große Raubvögel ein auffälliges Beispiel sind. Etliche verfügbaren Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Windkraftanlagen bestimmte Arten vom lokalen Aussterben bedrohen können, insbesondere solche, die aufgrund niedriger Fortpflanzungsraten gefährdet sind.

Ein möglicher Populationszusammenbruch wurde für die Mönchs- und Gänsegeier in Mitteleuropa und für die Feldlerche in Portugal vorhergesagt. Andere Prognosen deuten auf Bestandsrückgänge bei der Graufledermaus in Nordamerika, dem Rötelfalken in Frankreich und der Schwarzmilan in Südafrika hin.

Das Massensterben vieler Arten wird kein Ende nehmen und Befürworter der Windenergie behaupten oft, dass die Auswirkungen der Windenergie auf die Biodiversität geringer seien als die des Klimawandels. Die Autoren halten dies für „plausibel“, doch die Annahme sei „unbewiesen“.

P. B.
Beirat für WPol im LV
März 2026

Foto: Flickr.com

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