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US-Außenminister Marco Rubio hat kürzlich in einem Telefonat mit seinem Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Abdullah bin Sajed Al Nahjan, eine Waffenruhe im Sudan gefordert. Rubio hat in diesem Telefonat „betont, wie wichtig es sei, eine humanitäre Waffenruhe im Sudan zu erreichen“ hieß es in einer Erklärung des US-Außenministeriums.

Den Vereinigten Arabischen Emiraten wird regelmäßig vorgeworfen die RSF-Milizen zu unterstützen, die für Gräueltaten im Sudan verantwortlich gemacht wird.


Die beiden Politiker diskutierten auch über die Umsetzung des Waffenruhe-Abkommens von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen, erklärte das Ministerium weiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der wenigen Länder, die Beziehungen mit Israel unterhalten, das ein enger Verbündeter der USA ist.
Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich seit April 2023 die Armee von Militärherrscher Fattah al-Burhan und die paramilitärische Gruppe der Rapid Support Forces (RSF) einen blutigen Machtkampf. Nach 18-monatiger Belagerung übernahm die RSF Ende Oktober die Kontrolle über die Stadt Al-Faschir – die letzte große Stadt in der Region Darfur, die noch nicht von der Miliz kontrolliert wurde. Berichten zufolge kam es in der Stadt zu zahlreichen Gräueltaten, etwa Massenhinrichtungen von Zivilisten und permanente Massenvergewaltigungen. (Quelle: sda/dpa)
Eingeweihten Diplomaten zufolge wird das Telefonat von US-Außenminister Rubio ziemlich wirkungslos bleiben, weil sich die RSF-Milizen mit den dortigen Bodenschätzen selbst finanzieren können, um sich dann ein Arsenal mit ziemlich modernen Waffen anzulegen. Waffenlieferanten gibt es genug – vor allem aus Asien.


P. B.
Beirat für WPol im LV
November 2025

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