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Es war ein globaler Konflikt zwischen 5 europäischen Großmächten: angeführt von Preußen und Großbritannien gegen Österreich, Frankreich und Russland und er dauerte von 1756 bis 1763. Ursachen waren der Kampf um das europäische Mächtegleichgewicht, der österreichische Wunsch nach Rückeroberung Schlesiens, der preußische Präventivschlag in Sachsen und der anglo-französische Kolonialkonflikt.

Gegen Ende 1757 befand sich Friedrich II. (der Große) von Preußen in einer misslichen Lage, denn die schlesische Stadt Breslau wurde von österreichischen Truppen unter Karl von Lothringen eingenommen. Tollkühn entschloss sich Friedrich zum Gegenschlag, obwohl die österreichische Armee fast doppelt so groß war als die preußische. Friedrich setzte auf die überlegene Kampftaktik seiner hochtrainierten Armee. Er startete einen Scheinangriff auf die rechte Flanke der Habsburger, von der sie sich mehrere Stunden lang täuschen ließen, und befahl derweil die Hauptmacht seiner Armee im Schutz niedriger Hügel in schräger Formation vor die linke Flanke zu marschieren. Der unerwartete Angriff der preußischen Infanterie rollte die gesamte österreichische Linie bis nach Leuthen auf, wo es den Habsburgern verspätetet gelang, den schiefen Vorstoß der Preußen durch eine gerade Schlachtordnung abzufangen. Und letztlich kam es zum exzessiven Artilleriebeschuss und Angriff auf die ungedeckte Flanke der österreichischen Kavallerie, sodann zur Auflösung der Schlachtordnung und Kapitulation der Habsburger. Dieser Sieg und die anschließende Wiedereinnahme Breslaus (heute Wroclaw in Polen) besiegelten Friedrichs Ruf als einer der größten Feldherren des 18. Jahrhunderts.

Doch wie kam es dazu? In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand in Preußen eine der besten Armeen Europas. Die Infanterie bestand aus zwangsrekrutierten Männern aus dem Bauernstand, die durch unerbittliches Training zum bedingungslosen Gehorsam gedrillt wurden. Die hochtrainierten Musketiere konnten vier Schuss pro Minute aus einer Flintfeuerwaffe abgeben – zweimal so viel wie andere Infanteristen dieser Zeit. Zwar wurde Friedrich II. dafür verlacht, dass er seine Soldaten auf dem Schlachtfeld ebenso diszipliniert aufmarschieren ließ wie auf dem Exerzierplatz, doch diese Disziplin bildete die Grundlage für seine überragende Militärtaktik.

In dieser Schlacht bei Leuthen – es ging um die Besitznahme der Stadt Breslau – verloren die Österreicher an einem einzigen Tag rund 22.000 Soldaten, die Preußen 6.000. Insgesamt wurde jeder sechste Mann entweder getötet oder verwundet.

Zwischen Frankreich und Großbritannien ging es um die Vorherrschaft in Amerika. Die Briten sprachen vom French and Indian War oder vom Great War of the Empire, die Franzosen von La guerre de la Conquete. Und die Philippinen wurden 1762 von den Briten erobert.

Der Siebenjährige Krieg endete im Februar 1763 mit dem Friedensvertrag von Paris und von Hubertusburg.

P. B.
Beirat für WPol im LV
Jänner 2026

Bild: http://maria-theresia-hofburg.antonprock.at/siebenjaehriger-krieg.html

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