Auch im Winter wird das Grab des unbekannten Soldaten auf dem Pöllasattel nicht vergessen. Diese Aufnahme stammt vom Unteroffizier Kameraden Martin Krempl. HORRIDOH!


Das Grab eines unbekannter Soldaten am Pöllasattel auf 1280 m Seehöhe, gelegen an der südlichen Bezirksgrenze von Leoben, wird von der Kameradschaft vom Edelweiß gepflegt.
Am 5. Mai1945, drei Tage vor dem Kriegsende, waren hier an dieser Stelle der Weg und das Leben für einen unbekannten Soldaten zu Ende, welcher nach späteren Feststellungen an den Folgen eines Hüftschusses erlegen war. Wer war er, wer waren jene, die ihn auf einem Pferdekarren zurückließen, wer trauert und vermisst ihn?
Es war das Ende des 2. Weltkrieges; Soldaten flohen vor den nachrückenden Truppen; am Semmering und im Wechselgebiet, um Wenigzell und an anderen Orten wurde noch gekämpft.
In Wien trat bereits die provisorische Regierung Renner zusammen. Der Unbekannte wurde hier über Verfügung des Grundeigentümers, Baron Mayr-Melnhof, begraben. Häftlinge des Kriegsgefangenenlager Leoben errichteten später ein Birkenkreuz mit der Inschrift auf einem Holzschild:
– verwundet – verzweifelt – verlassen – verewigt –
Die Kameradschaft vom Edelweiß, Ortsverband Leoben, betreut seit 1962 diese Grabstätte.

Mehr im Achiv unter:
https://www.kameradschaftedelweiss.at/archiv/seiten/ortsverbaende/leoben/chronik_grab/grab1.htm
